14
Nov
2005

Eindrücke zum Artikel 'We are the web' von Kevin Kelly

Kevin Kelly beschreibt die Entwicklung des Internets in den vergangenen Jahren.

Gut.

Viele Reaktionen und Vorhersagen oder Erwartungen die vor zwanzig Jahren noch üblich waren sind heute kaum noch vorstellbar. Dabei ist man allerdings nicht überrascht zu sehen, wie überraschend die ganze Entwicklung war und immer noch ist.

Zwei Aspekte finde ich persönlich allerdings besonders interessant:

1.
Kelly betont mehrmals die Tatsache, dass Menschen sich plötzlich dazu aufraffen in irgendeiner Form tätig zu werden - und das ohne dabei einen finanziellen Vorteil zu haben. Wenn es ums Internet geht, scheinen viele Menschen kreativ und aktiv zu werden.
Das dies so ist verwundert mich allerdings sehr, und ich fände es interessant der Frage nach dem 'Warum' nach zu gehen.
In diesem Zusammenhang erwähnt Kelly auch besonders die Blogger. Gerade in dieser Hinsicht habe ich mir die Frage auch schon des öfteren gestellt. Was veranlasst Leute das zu tun? Was ist die Motivation?
Anscheinend gibt es ja viele Personen die sich dieses Kommunikationskanals bedienen. Wobei sich mir gleich die nächste Frage aufdrängt: Wer sind die Menschen die das tun?
Die Frage stellt sich mir deshalb, weil ich, abgesehen von den Seminarteilnehmern, nämlich niemanden kenne der ein Weblog führt. Auch ich selber hätte mit Sicherheit keines, wenn ich nicht dazu gezwungen worden wäre. Doch möglicherweise habe ich da ganz einfach eine Entwicklung verpasst.
Das widerum führt mich zu dem nächsten Punkt in Kelly Ausführungen, welcher mich besonders angesprochen hat:

2.

Die Perspektive des 'Wir' bzw. 'Unserer Gesellschaft' aus Sicht der fernen Zukunft.
Die Vorstellung, dass wir uns mitten in einer enorm wichtigen Entwicklung befinden und sie als Beteiligte überhaupt nicht wahrnehmen ist für mich immer wieder faszinierend.
Erst kürzlich hatte ich ein Gespräch mit einer Freundin, in dem wir uns vorgestellt haben, was wir zum jetzigen Zeitpunkt unseren Enkeln (natürlich nur gedachte) über Veränderungen erzählen könnten.
Es war nicht schwierig jede Menge Veränderungen zu finden. Man denke nur an Handy, DVDs, Euro oder EU-Erweiterung.
Ja, wir konnten uns noch an eine Zeit erinnern zu der man noch Treffpunkte ausmachen musste, wenn man sich nicht verpassen wollte; wir konnten uns auch noch an Videos, D-Mark und eine Grenzkontrolle nach Luxemburg erinnern.

Dabei sind wir noch gar nicht so alt!

Natürlich hatte das Internet in unserer Liste auch einen Platz. Doch sind und waren wir uns diesbezüglich des Ausmaßes sicherlich nicht bewusst.
Deshalb finde ich die Aufforderung Kellys, sich der gesellschafts-historischen Wichtigkeit der Ära in der wir leben, bewusst zu werden, ganz enorm interessant.

Fraglich bleibt jedoch wie man dies sinnvoll realisieren kann.
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